F1 - F4 Savannah

F1 - F4 Savannah
Foto: Jason Douglas / Lizenz: Public domain

Rasseportrait der F1 - F4 Savannah

Verbreitung
Bindung zum Mensch
Größe
Gesundheit
Intelligenz
Ausdauer
Pflegeaufwand
Verträglichkeit
Wohnungseignung
Kurzinfo
F1 - F4 Savannah Entstehungsort / Zeit
USA / 1980
Stammeltern
Serval
Siam
Rassetyp
Hybride / Zuchtrasse
Felllänge / Struktur
Kurzhaar / dicht
Größe
mittelgroß - groß
Gewicht
bis 10 kg
bis 8 kg

Die F1 – F4 Savannah – nichts für jedermann!

Savannah-Katzen der höheren Filialgenerationen (F1-F4) fallen als Hybriden unter das Artenschutzgesetz. Wer sich für diese Rasse interessiert, muss sich mit den verschiedensten, behördlichen Auflagen und Schutzbestimmungen auseinander setzen. Erst ab der 5. Generation (F5) gelten die Savannahs als domestiziert und unterliegen keiner Meldepflicht mehr.

Ursprung

Entstanden ist die Savannah-Katze aus einer Verpaarung zwischen einer Siam-Katze und einem Serval-Kater. Servals sind mittelgroße, afrikanische Wildkatzen, die zur Ordnung der Raubtiere gezählt werden. Angesichts der Kreuzung zwischen Haus- und Wildkatze, gehört die Savannah - bis zur 4. Generation - zu den Hybridrassen. Die erste erfolgreiche Paarung gelang erst 1980. Zehn Jahre später glückte Joyce Srouve, eine langjährige Züchterin von exotischen Katzen, die wiederholte Zucht von F1-Generationen (50% Wildblutanteil). Eine neue faszinierende Rassekatze war geboren.

Aussehen

Das Aussehen der Savannah erinnert sehr stark an das grazile und royale Äußere einer afrikanischen Wildkatze. Tiere der F1 Generation erreichen die zweieinhalbfache Größe normaler Hauskatzen, dabei  können männliche Tiere bis zu 14 kg schwer werden. Mit einer durchschnittlichen Schulterhöhe von 35cm - 45cm zählen sie zu den größten Zuchtkatzen. Ihre endgültige Größe erreichen sie im dritten Lebensjahr.

Die Savannah ist mit allen optischen Merkmalen eines Raubtieres ausgestattet. Besonders arttypisch ist ihr athletischer Körperbau mit langen Beinen und einem kraftvollen Schwanz, der sie zu einer eleganten Springerin und Läuferin macht. Auch der markante, lange Hals der zu einem eher kleineren Kopf mit dafür umso größeren Ohren führt, ist ein deutliches Merkmal für einen erfolgreichen Jäger. Das wilde Erscheinungsbild bleibt auch bei Savannah-Katzen niederer Filialgenerationen erhalten, jedoch nimmt die Größe mit jeder weiteren Generation ab, bis schließlich ab der 5. Generation eine normale Hauskatzengröße erreicht ist.

Wesen

Savannah-Katzen sind treue Lebensgefährten mit einem nicht zu unterschätzendem Wildblutanteil. Vorab ist nochmals zu erwähnen, dass das wilde Wesen mit jeder Generation abnimmt, man aber noch bis zur 4. Generation von einem Hybriden spricht, der einiges an Erfahrung und Zeit von seinem Halter abverlangt.

Im Allgemeinen ist die Savannah eine gesellige Katze mit einem ausgeprägten Sozialverhalten, welches sie für eine Einzelhaltung ungeeignet macht. Vergesellschaften lässt sie sich mit jeder Rasse, dennoch sollte man bei der Wahl eines geeigneten Spielgefährten einiges beachten. Zum Beispiel sollte er mindestens vergleichbar gesellig und temperamentvoll sein. Gut geeignet sind Bengalen oder Abessinier. Ruhigere Rassen wie die BKH könnten von dem impulsiven Verhalten verschreckt werden.

Am liebsten verbringt sie ihre Zeit im Freigehege, wo sie ihre Kletter- und Sprungkünste unter Beweis stellen darf. Da sie sehr gerne mit Wasser spielt, würde ihr ein kleiner Teich sicher gut gefallen. Auch im Haus stellt sie ihre Talente zur Schau. Ist sie vom Jagdfieber betroffen, so kann es auch einmal vorkommen, dass etwas zu Bruch geht oder das Mobiliar in Mitleidenschaft gezogen wird. Generell und mit etwas Ausdauer kann man eine Savannah aber sehr gut erziehen.

Nachts sollte man sie besser im Freigehege lassen, da sie nachtaktiv ist und Sie sicher nicht zur Ruhe kommen lassen würde. In unserer Region, mit durchaus kalten Wintern, ist es üblich ein sogenanntes Warmhaus zu errichten. So können Sie auch in der kalten Jahreszeit beruhigt schlafen.

Gesundheit

Für ein gutes Wohlbefinden einer Savannah, spielt die richtige Ernährung eine große Rolle. Auf Katzenfutter aus der Dose sollte verzichtet werden. Die Basis einer ausgeglichenen Ernährung ist die biologisch artgerechte Rohfütterung (BARF). Hierbei wird dem Tier ein hoher Anteil an tierischen Proteinen zur Verfügung gestellt. Da Katzen reine Fleischfresser sind, ist eine vollwertige Rohfütterung, das heißt inklusive Magen- und Darminhalt möglich, wenn nicht sogar erstrebenswert. Eintagsküken, Futtermäuse, Wachteln und Fische sollten auf jeder Speisekarte für Savannah-Katzen zu finden sein. Auch notwendige Enzyme, Vitamine und Mineralien werden mit dem Magen- und Darminhalt sowie Haut und Haar geliefert.

Haltung

Die Savannah ist nichts für jedermann! Eine Savannah-Katze muss von Kindesbeinen an sozialisiert werden. Umso ausgiebiger man sich mit dem Kitten beschäftigt, desto umgänglicher wird die erwachsene Katze sein. Wer sich für eine Savannah interessiert, der sollte nicht auf eine Schoßkatze hoffen.

Im Wesen ähnelt sie einem Hund. Sie ist äußerst Besitzerbezogen und wird Sie auf Schritt und Triff verfolgen. Für sie sind Sie der „Rudelführer“! Ein Leben ohne Sie, wäre eine Qual für das treuherzige Tier. Sie sollten sich daher hundertprozentig sicher sein, dass Sie ihr auf Lebensdauer zur Seite stehen. Mir Veränderungen in ihren Umfeld, kann die Savannah nur schwer umgehen. Bestmöglich sollte sie nur in Privathäusern gehalten werden um eventuelle Umzüge auszuschließen.

Ein Garten kann zum Freilauf an der Leine genutzt werden. Bieten Sie ihr unbedingt einen großen und artgerechten Außenzwinger mit Hauszugang und Warmhaus, in dem sie ihren Bewegungsdrang ausleben kann. Jagd-, Versteck- und Apportierspiele sollten zum täglichen Spielprogramm gehören.

Bedenken Sie, dass für die Haltung der höheren Generationen (F1 – F4) behördliche Auflagen gelten, die unbedingt eingehalten werden müssen. Informieren Sie sich hierzu bei ihrem Züchter, Amtsveterinär sowie der zuständigen Naturschutzbehörde.

Pflege

Die Pflege bedarf keines großen Aufwands. Alles Nötige erledigt sie selbst. Regelmäßige Tierarztbesuche verstehen sich – bei einem stolzen Anschaffungspreis von bis zu 12.000 Euro - von selbst.

Farben und Fellzeichnungen

Auffällig sind die typischen „Wildtupfen“, die meist in schwarz auf beigem, goldenem oder silbernem Grundfell gesetzt sind. Die Brust und der Bauch sind in der Regel heller gefärbt. Bei Kitten ist der Kontrast von Tupfen und Grundfell noch wenig ausgeprägt. Erst nach eineinhalb Jahren hat sich die Zeichnung und Färbung vollständig entwickelt. Einige besonders schöne Exemplare zeigen dunkle Trennlinien auf der Rückseite ihrer hellen Ohren, die das Wildkatzenaussehen zusätzlich hervorheben.