Europäisch Kurzhaar (EKH)

Europäisch Kurzhaar (EKH)
© bury / sxc.hu

Rasseportrait der Europäisch Kurzhaar (EKH)

Verbreitung
Bindung zum Mensch
Größe
Gesundheit
Intelligenz
Ausdauer
Pflegeaufwand
Verträglichkeit
Wohnungseignung
Kurzinfo
Europäisch Kurzhaar (EKH) Entstehungsort / Zeit
Europa / unbekannt
Stammeltern
Falbkatze
Falbkatze
Rassetyp
Naturrasse
Felllänge / Struktur
Kurzhaar / dicht
Größe
mittelgroß
Gewicht
5 bis 7 kg
4 bis 5 kg

Die Europäisch Kurzhaar (EKH) – die Veredelung der Hauskatze

Die Europäisch Kurzhaar ist die veredelte Variante unserer Hauskatze. Der Unterschiede zur Hauskatze ist für Laien nur schwer zu erkennen. Dennoch wird sie als eigenständige Rasse geführt.

Ursprung

Da die EKH (auch Keltisch Kurzhaar genannt) der einfachen Hauskatze entstammt, reichen auch ihre Wurzeln zurück bis zur afrikanischen Falbkatze - die Stammmutter aller Katzen. Gleichsam mit der Entstehung und Entwicklung erster Hochkulturen gewann die Katze als Heimtier immer mehr an Bedeutung. Über Generationen hinweg entwickelte sie sich vom Wildtier zur heutigen Hauskatze (Domestizierung). Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts begann man die Kurzhaarkatze gezielt zu züchten um reinere Farben und klarere Fellzeichnungen zu erhalten. 1982 wurde die Europäisch Kurzhaar als eigenständige Rasse anerkannt. In Deutschland wird die Rasse-Katze jedoch kaum gezüchtet. Für Züchter bleibt es schwierig ein Kitten mit angemessenem Preis zu verkaufen, welches der Hauskatze so ähnlich ist. Bedenkt man doch, dass die heimische Feld- und Wiesenkatze gegen eine kleine Schutzgebühr abgegeben oder gar verschenkt wird.

Aussehen

Die Farb- und Zeichenvielfalt der Hauskatze ist auch bei der EKH erhalten geblieben. Ihre Fellzeichnungen grenzen sich deutlicher voneinander ab. Die Muster sind klarer definiert und symmetrischer als bei der Hauskatze. Auch ihre Augen sind intensiver gefärbt. Ihr Körperbau unterscheidet sich nicht von dem der einfachen Katze. Sie ist eine mittelgroße Rasse mit einer breiten Brust, großem Kopf und weit geöffneten Augen. Typisch sind zudem ihre dicken Wangen, die weit auseinander stehenden Ohren und ihre leicht konkave Nase. Im gesamten betrachtet ist sie eine kräftige und athletische Katze.

Wesen

Der Charakter einer sehr liebevollen und anhänglichen Hauskatze kommt dem der EKH sehr nahe. Zuchtkatzen sind in der Regel stärker auf den Mensch geprägt. Da die Abspaltung der Rasse aber erst vor wenigen Jahren geschah und keine weitere Rasse eingekreuzt wurde, sind keine deutlichen Wesensänderungen spürbar. Sie kann also genau so aktiv, freundlich, neugierig oder kratzbürstig sein, wie eine einfache Hauskatze.

Gesundheit

Die EKH hat wie die Hauskatze ein enorm belastbares Immunsystem. Kaltes oder schlechtes Wetter macht ihr nichts aus. Im Gegensatz zu anderen Rassen – wie zum Beispiel die Perserkatze - leidet sie nicht an genetisch bedingten Krankheiten. Vor Infektionskrankheiten wie Katzenschnupfen oder Katzenseuche ist auch sie nicht geschützt. Um das Risiko einer Ansteckung zu senken, sollte sie regelmäßig geimpft werden.

Haltung

Ihr Wunsch nach Freiheit ist größer als jedes Hoffen auf menschliche Zuwendung! Die Europäisch Kurzhaar sollte niemals in einer kleinen Wohnung ihr Leben fristen müssen. Sie liebt es die Wiesen und Felder zu erkunden und die ein oder andere Maus zu jagen. In verkehrsreichen Gebieten sollte man ihr wenigstens einen Balkon oder einen kleinen Garten bieten können. Bei berufstätigen Besitzern ist es angebracht, ihr einen Spielkamerad zur Seite zu stellen.

Pflege

Die Europäisch Kurzhaar ist pflegeleicht. Jedoch können Haare die beim Putzen verschluckt werden zu Darmverschlüssen führen. Wöchentliches kämmen reduziert ein mögliches Leiden und hält Ihre Umgebung sauber. Wenn die Katze als Freigänger gehalten wird, sollte sie regelmäßig auf Parasitenbefall kontrolliert werden. Bei plötzlichen Veränderungen im Verhalten oder Aussehen der Katze, kontaktieren Sie bitte umgehend ihren Tierarzt.

Farben und Fellzeichnungen

Seit 1982 wurden fast 70 Farbschläge anerkannt. Direkt in ein Zuchtprogramm aufgenommen wurden bisher nur 30 Farben und Fellzeichnungen. Unter anderem Redtabby, Blacktabby, Silvertabby, Bluetabby, Schildpatt und Smoke.