Burmilla

Burmilla
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Rasseportrait der Burmilla

Verbreitung
Bindung zum Mensch
Größe
Gesundheit
Intelligenz
Ausdauer
Pflegeaufwand
Verträglichkeit
Wohnungseignung
Kurzinfo
Burmilla Entstehungsort / Zeit
London / 1981
Stammeltern
Chinchilla-Perser (Sanquist)
Burma-Katze (Faberge)
Rassetyp
Zuchtrasse
Felllänge / Struktur
Kurzhaar / Agouti-Look / weich
Größe
klein - mittelgroß
Gewicht
2,5 bis 4,5 kg
3,5 bis 6,5 kg

Burmillas – „Burmesen im Silbermantel“

Die Burmilla ist eine noch weitgehend unbekannte Katzenrasse, die in Deutschland sehr selten vorkommt. Es gibt nur wenige Züchter, die sich mit dieser wunderschönen silberfarbenen Rasse beschäftigen.

Ursprung

Die Burmilla ist eine junge Rasse, die zufällig 1981 in London (Großbritannien) entstand. Im Haus der Baroness Miranda Bickford-Smith, die eine Burma-Katze (Faberge) und einen Chinchilla-Perser-Kater (Sanquist) beherbergte, ereignete sich eine wahre Katzen-Romanze, die Shakespeares „Romeo und Julia“ in nichts nachstand. Das bezaubernde lilacfarbene Burmamädchen war eigentlich einem anderen – einem Ihresgleichen - Burma-Kater vorbehalten. Die Baroness trennte die beiden Katzen voneinander, doch ein Zufall sollte sie wieder vereinen. So geschah es, dass eine Hausdame vergaß, die Tür hinter sich zu schließen. Wenige Wochen später erblickten wunderschöne silberfarbene Kätzchen das Licht der Welt. Die Baroness erkannte sofort, dass die Kleinen einzigartig waren und würdigte sie mit der Bezeichnung „Burmilla“, - abgeleitet von den Rassenamen der Elterntiere - BURMa und ChinchILLA. Im Gegensatz zu dem tragischen Ende Romeos und Julias, hatte die kleine Katzen-Romanze ein glückliches Ende, denn die Nachfahren von Faberge und Sanquist ebneten den Weg der Burmilla-Zucht. Seit 1996 wird die Burmilla von der FiFe als eigenständige Rasse anerkannt.

Aussehen

Burmillas sind kleine Katzen - mit dem mittelschlanken aber kräftigen Körperbau einer Burmakatze und dem silbrig schimmernden Fell eines Chinchilla-Persers. Männliche Tiere erreichen ein durchschnittliches Maximalgewicht von 3,5 bis 6,5kg. Eine Kätzin wiegt in der Regel nur 1kg weniger als ein Kater. Zudem weisen Kater die sogenannten Katerbacken auf.
Burmillas haben stämmige Beine, wobei die Hinterbeine ein Stück länger als die Vorderbeine sind. Ihr Kopf gleicht einer sanft gedrungenen Keilform. Ein kräftiges Kinn, eine gedrungene Schnauze, eine kurz Nase mit Stop und leicht schräg gestellte, große Augen formen das ausdrucksvolle Gesicht der Burmilla. Besonders hübsch ist die dunkle Umrahmung der Augen, die im Kontrast zu dem hellen Fell steht. Fast scheint es, als würden ihre grünen oder bernsteinfarbenen Augen grell aufleuchten.
Das weiße Fell im Chinchilla-Look verdankt die Burmilla ihrem Stammvater Sanquist. Wie bei ihm, sind die Haarspitzen grau gefärbt (Agouti-Look). Diese Mischung verleiht ihrem Fell einen silbrigen und eleganten Schimmer. Dementgegen ist ihr kurzes Fell ein Erbe der Burmakatze Faberge.

Wesen

Die Burmilla ist nicht nur optisch ein gelungener Mix aus Burma und Chinchilla-Perser sondern auch in ihrem Wesen. Sie vereint die ausgeglichene, verschmuste und anhängliche Art des Persers mit dem verspielten und energischen Temperament der Burma Katze. Sie ist sehr menschenbezogen und anhänglich wie ein Hund. Gleich ihrer Burma Vorfahrin erzählt sie gerne und kann sich zu einem wahren Plappermäulchen entwickeln. Sie besitzt einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn, welchen sie mit Vergnügen beim Spielen mit einem tierischen Partner zur Schau stellt.

Gesundheit

Da die Burmilla eine noch sehr unbekannte Katzenrasse ist und es bisher nur wenige erfahrene Züchter gibt, können keine genauen Aussagen über die Gesundheit der Rasse getroffen werden. Sicher ist, dass sie wie alle Rassekatzen an erblich bedingten Leiden erkranken kann. Generell sollte, um das Immunsystem der Katze zu unterstützen, auf eine katzengerechte und ausgewogene Ernährung geachtet werden. Hochwertiges Katzenfutter bietet alle notwendigen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine, die eine Katze benötigt. Da Katzen von Natur aus reine Fleischfresser sind und ihr gesamtes Verdauungssystem auf das Verdauen von tierischen Proteinen und Fetten ausgerichtet ist, sollte kein getreidehaltiges Futter angeboten werden. Entsprechendes getreidefreies Katzenfutter wird in jedem guten Zoofachmarkt angeboten.

Haltung

Die menschenbezogene Burmilla braucht viel Zuwendung und Aufmerksamkeit. Am wohlsten fühlt sie sich bei älteren Menschen, die viel Zeit haben und sich ausgiebig mit ihr beschäftigen.
Wer berufstätig ist, sollte sich lieber für eine eigenständigere Katzenrasse entscheiden. Wegen ihrem ausgeprägten Gemeinschaftssinn, bietet sich eine Zweitkatze gerade so an. Gemeinsam können die Burmesen ihren Bewegungsdrang und Spieltrieb erst richtig ausleben.
Ob in der Wohnung oder im Freien, die Burmilla fühlt sich überall wohl, solange ihr Herrchen in der Nähe ist. Da die Burmilla eine direkte Nachfahrin des witterungsempfindlichen Persers ist, sollte der Freigang bei kaltem Wetter eigeschränkt werden, da sie eventuell empfindlich auf die kalten Temperaturen reagieren kann. Um die Rassekatze vor Unfällen und Kämpfen mit anderen Tieren zu schützen, ist ein Freigang unter Beobachtung ratsam.

Pflege

Generell ist eine wöchentliche Pflege des Kurzhaarfells ausreichend. Allerdings lieben die Burmillas die kuschligen und sanften Pflegeeinheiten über alles. Es darf also öfters gekämmt und gebürstet werden. Massage- oder Gumminoppenbürsten sind ideale „Verwöhn“- Accessoires für Kurzhaarkatzen. Ein Metallkamm mit etwas enger stehenden, abgerundeten Zinken hilft lose Haare aus dem weichen Fell zu entfernen.
Zur Pflege der Burmilla gehören – wie bei allen Katzen – die regelmäßige tierärztliche Kontrolluntersuchung und die jährlichen Schutzimpfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche. Freigänger müssen zudem gegen Tollwut geimpft werden. Auch die Krallen-, Ohren- und Zahnpflege ist notwendig. Entsprechende Pflegetechniken können mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden.

Farben und Fellzeichnungen

Die Grundfellfarbe der Burmilla ist weiß. Lediglich die Haarspitzen sind in schwarz (black), blau (blue), schokolade (chocolate), flieder (lilac), zimt (cinnamon), rehbraun (fawn), creme (cream) oder rot (red) gefärbt.

Alle anerkannten Fellfarben werden in zwei Kategorien eingeteilt, wobei die erste Gruppe auf den Haarspitzen-Farben ohne Rotanteil aufbaut (schwarz, blau, schokolade, flieder, zimt oder rehbraun). Hier wird das Aussehen des Fells von der Fellgrundfarbe (weiß) in Zusammenspiel mit einer der Haarspitzen-Farben geprägt.
Die zweite Kategorie ist den Farben mit Rotanteil vorbehalten. Katzen dieser Gruppe sind dreifarbig. Neben der Haarspitzen-Farbe in schwarz, blau, schokolade, flieder, zimt oder rehbraun und dem weißen Grundfell, ist zusätzlich eine Creme- oder Rot-Färbung vorhanden. Diese Mischung wird auch als Schildpadmuster (Tortie) bezeichnet und kommt genetisch bedingt nur bei weiblichen Tieren vor.
Beide Kategorien sind in den jeweiligen Varianten Chinchilla (Shell) oder Silber Schattiert (Silver Shaded) möglich. Bei Katzen in Shell ist das oberste Achtel des Haares eingefärbt, wohingegen ein Fünftel der Haarspitzen bei der Silver Shaded Variante pigmentiert ist.