Bengal (Leopardette)

Bengal (Leopardette)
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Rasseportrait der Bengal (Leopardette)

Verbreitung
Bindung zum Mensch
Größe
Gesundheit
Intelligenz
Ausdauer
Pflegeaufwand
Verträglichkeit
Wohnungseignung
Kurzinfo
Bengal (Leopardette) Entstehungsort / Zeit
Kalifornien (USA) / 1963
Stammeltern
schwarzer Hauskater
asiatische Leopardkatze
Rassetyp
Hybride / Zuchtrasse
Felllänge / Struktur
Kurzhaar / seidig, schimmernd
Größe
klein - mittelgroß
Gewicht
4,5 bis 6,5 kg
3,5 bis 4,5 kg

Die Bengal Katze - "Mini"-Leopard im Wohnzimmer

Mit der Bengal Katze erfüllte sich der Mensch einen lang ersehnten Wunsch. Er erschuf sich eine Katze, die so schön wie eine Wildkatze und so sanftmütig wie eine Hauskatze ist.

Ursprung

Seit jeher sind Menschen von der majestätischen Schönheit und dem souveränen Temperament aller Wildkatzen fasziniert. Es gab viele gescheiterte Versuche Wildkatzen wie Ozelots, Geparden und sogar Löwen an den Menschen zu gewöhnen. Um sich den Wunsch nach dem „Leopard im Wohnzimmer“ endlich zu erfüllen, begann man Hauskatzen mit Wildkatzen zu kreuzen. 1963 legte Jean S. Mühle den Grundstein für das Bengal Zuchtprogramm.

Aussehen

Die typische getupfte Fellzeichnung der Bengalkatze lässt ihre wilden Wurzeln erahnen. Ihr Ursprung basiert auf der Kreuzung einer kurzhaarigen Hauskatze mit einer asiatischen Leopardkatze, wobei die äußeren Besonderheiten der Wildkatze mit den Charaktereigenschaften der Hauskatze vereinigt wurden. Ihr geschmeidiger Körperbau und ihre ausehrgewöhnliche Fellzeichnung lassen die Bengalkatze wahrhaft majestätisch erscheinen.

Wesen

Eine Bengal Katze ist nichts für Anfänger! Sie ist eine extrem scharfsinnige und neugierige Katze, die beschäftigt und gefordert werden will. Wenn sie sich langweilt wird sie alles geben um Ihre Aufmerksamkeit zu erhalten. Schubladen und Schränke sind für die Bengal interessante Spielzeuge in denen sich Leckerlis verstecken könnten. Auch die Fische im Aquarium sind nicht sicher vor ihr. Nehmen Sie es ihr nicht übel – es ist die Wildkatze die in ihr steckt!

Gesundheit

Vereinzelt kann unter der Rasse Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), eine Infektionskrankheit auftreten. Bei Katzen die das Krankheitsbild in sich tragen kommt es zu Bauchfellentzündungen die in der Regel zum Tod führen. Unter allen Rassekatzen reagieren Bengal, SiamesenMaine Coon und Abessinier besonders anfällig auf „Tritrichomonas foetus“ einen Parasiten, der zu chronischen Durchfall führen kann.

Haltung

Obwohl die Bengal eine überaus selbstständige Rassekatze ist, fordert sie viel Aufmerksamkeit von ihrem Besitzer. Wer eine Bengalkatze sein Eigen nennen möchte, der sollte über viel Zeit und Motivation verfügen. Es ist wichtig die noch deutlich erkennbaren Verhaltensmuster der ursprünglich eingekreuzten Wildkatze nicht zu unterschätzen. Eine Bengal fühlt sich in der Natur zu Hause. Geben Sie ihr die Möglichkeit sich frei zu entfalten! Ein großes Freigehege mit Bäumen oder Balken zum klettern ist für eine artgerechte Haltung ideal.

Pflege

Um lästige Haarbällchen im Haus zu reduzieren, sollte das kurze und weiche Fell der Bengal Katze wöchentlich gekämmt werden. Achten Sie auf Unregelmäßigkeiten im Verhalten ihrer Katze. So kann zum Beispiel häufiges Kratzen auf Milbenbefall oder einer Infektionen hinweisen. Wenn sich die Bengal im Freien bewegt, muss ihr Fell regelmäßig auf Parasiten untersucht werden. Kontaktieren Sie bei Befall umgehend Ihren Tierarzt.

Farben und Fellzeichnungen

Zu den erlaubten Farben gehört Brown (black), Snow (Lynx Point, Sepia, Mink) und Silver (Spotted-tabby, Marble). Vereinzelt scheint es, als wären die Katzen mit Goldregen überzogen. Dieser seidige Schimmereffekt ist einzigartig unter den Rassekatzen und wird bei Liebhabern sehr geschätzt, ist jedoch nicht maßgebend für eine erfolgreiche Zucht.