American Bobtail (Kurzhaar)

American Bobtail (Kurzhaar)
© Manu29 - Fotolia.com

Rasseportrait der American Bobtail (Kurzhaar)

Verbreitung
Bindung zum Mensch
Größe
Gesundheit
Intelligenz
Ausdauer
Pflegeaufwand
Verträglichkeit
Wohnungseignung
Kurzinfo
American Bobtail (Kurzhaar) Entstehungsort / Zeit
USA / späte 1960er Jahre
Stammeltern
kurzschwänziger Hauskater
Kurzhaarkatze
Rassetyp
Zuchtrasse
Felllänge / Struktur
Kurzhaar / zotteliges Doppelfell
Größe
mittelgroß
Gewicht
4 bis 7,5 kg
3 bis 5,5 kg

Die kurzhaarige American Bobtail
- eine sanfte Katze mit wildem Aussehen

Wie ihr Rassenamen verrät, gehört die American „Bobtail“ (dt. gestutzter Schwanz) - wie die Japanese Bobtail und die Manx-Katze - zu den kurzschwänzigen Katzenrassen. Neben der kurzhaarigen American Bobtail, gibt es auch eine semilanghaar Variante - die American Bobtail (Langhaar).

Ursprung

Die kurzhaarige American Bobtail Katze ist ein Resultat langjähriger Zucht. Ursprünglich gab es nur langhaarige American Bobtail Katzen - heute hat sich aus diesen eine eigenständige Kurzhaarlinie etabliert. Auch wenn die Rasse bereits in den späten 1960er Jahren in den USA entstanden ist, ist sie in Deutschland noch relativ unbekannt. Legenden zufolge, ist die Rasse aus einer Kreuzung einer Hauskatze mit einem Rotluchs entstanden, aus welcher ein kurzschwänziger, getigerter Kater namens Yodie hervorging. Tatsächlich war der ungewöhnlich kurze Schwanz Yodies ein Ergebnis einer zufälligen Genmutation innerhalb der Hauskatzenpopulation. Yodie wurde später mit einer kurzhaarigen Katze verpaart - ihre Nachkommen legten den Grundstein für die ursprüngliche Zuchtlinie der Bobtails. Seit 1989 wird die Rase von der TICA anerkannt.

Genpool

Trotz der auffallenden Ähnlichkeit zwischen American Bobtail und Japanese Bobtail, sind beide Rassen nicht miteinander verwandt. Das Gen, welches die Mutation bei der American Bobtail hervorruft, ist dominant, wohingegen das verantwortliche Gen bei der Japanese Bobtail rezessiv ist. Möglich wäre eine Verwandtschaft zu den Manx-Katzen, die das gleiche dominante Gen in sich tragen. Zur Gesunderhaltung des Genpools, werden gelegentlich Hauskatzen eingekreuzt - (dies wird auch als „Auskreuzung“ bezeichnet). Die Verpaarung mit Manx und Japanese Bobtail Katzen wird nicht angestrebt.

Aussehen

Das markanteste Merkmal der American Bobtail ist ihr kurzer Schwanz, der maximal die Hälfte (in der Regel ein Drittel) der Länge vom Schwanz einer „normalen“ Hauskatze erreicht. Neben ihrem kurzen Stummelschwanz, sind ihr stämmiger Körperbau und ihr zotteliges Fell ein weiteres Markenzeichen. Sie ist eine mittelgroße, athletische Katze mit breiten Schultern, hohen Hinterbeinen und kräftigem Knochenbau. Die Brust und die Hüfte ähneln sich in ihrer Breite, dies gibt den Bobtails eine rechteckige Haltung. Ihr Kopf ist breit und keilförmig mit ausgeprägten Backenknochen und Schnurrhaarkissen sowie einer breiten Schnauze. Die Ohren sind mittelweit auseinandergesetzt und an den Spitzen abgerundet. Einige besonders attraktive Katzen weisen zudem feine Ohrbüschel auf. Gleiches gilt für die runden Pfoten, die mitunter feine Haarbüschel zwischen den Zehen haben. Die Augen der American Bobtail sind mandelförmig und leicht zu den Ohren hin geneigt. Um alle körperlichen Merkmale vollständig zu entwickeln, benötigt die American Bobtail bis zu drei Jahre, erst dann gilt sie als „ausgewachsen“.

Wesen

American Bobtails ähneln in ihrem Verhalten stark den „normalen“ Hauskatzen. Sie sind sehr aktiv und haben einen ausgeprägten Freiheitsdrang. Wenn sie nicht gerade auf Mäusejagd sind, dann spielen sie liebend gerne mit ihren Besitzern, lassen sich Tricks beibringen oder jagen einem Ball hinterher. Auf Kinder, Artgenossen und andere tierische Mitbewohner reagieren sie meistens tolerant und friedlich. Wie Hunde können die schlauen American Bobtails Dinge apportieren und begrüßen ihren Besitzer erwartungsvoll an der Tür. Nicht ohne Grund, wird ihnen nachgesagt, dass sie ausgesprochen intelligent sind - oftmals wird von Bobtails berichtet, die problemlos Türen öffnen und sich heimlich ins Freie schleichen.

Gesundheit

Aufgrund der regelmäßigen Auskreuzung mit Hauskatzen wird der Genpool der American Bobtail immer wieder mit neuen, gesunden Genen vermischt. Entsprechend gilt die Rasse im Allgemeinen als gesund, robust und kaum pflegeintensiv. Gelegentlich können jedoch Missbildungen der Hüfte oder des Rückgrats auftreten, welche die Gesundheit der Katze erheblich beeinträchtigen. Erkrankte Katzen sollten daher von der Zucht ausgeschlossen werden. Innerhalb der American Bobtail Zucht können durchaus völlig schwanzlose Tiere hervortreten. Die Weiterzucht mit diesen schwanzlosen Katzen ist strengstens untersagt, da bei deren Nachkömmlingen schwere Deformationen der Wirbelsäule (offener Rücken) möglich ist.

Haltung

Damit die American Bobtail ihren hohen Aktivitätsgrad und Freiheitsdrang ausleben kann, ist eine Freigänger-Haltung empfehlenswert. Besonders wohl fühlt sie sich in ländlichen Gebieten, wo sie uneingeschränkt und sicher Mäuse jagen, auf Bäume klettern und durch Wiesen streifen kann. Ein Artgenosse, der mit ihr zusammen das Revier und Haus verteidigt, ist immer willkommen. Im Haus sollte man die intelligente Katze abwechslungsreich beschäftigen. Intelligenzspiele wie ein Fummelbrett oder Clicker-Training sind ideal um ihr helles Köpfchen zu fördern. Generell eignet sich die American Bobtail für Jedermann, solange ihr der Freigang gewährt wird.

Pflege

Mit ihrem kurzen Fell, gilt diese Rassekatze als pflegeleicht. Einmal wöchentlich sollten lose Harre mit einem Kamm entfernt werden, damit diese nicht verschluckt werden und sich wohlmöglich ein Darmverschluss entwickelt. Wie bei allen Katzen müssen je nach Dringlichkeit die Ohren und Zähne geputzt, Augen gesäubert und wenn nötig die Krallen gekürzt werden. Zu einer guten Pflege gehören zudem die jährliche Kontrolluntersuchung und das rechtzeitige Auffrischen notwendiger Impfungen.

Farben und Fellzeichnungen

Das flauschige Kurzhaarfell ist in allen Farben und Kombinationen möglich. Bei Ausstellungen liegt der Schwerpunkt hauptsächlich auf den wilden Tabby-Mustern.