Norwegische Waldkatze

Norwegische Waldkatze
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Rasseportrait der Norwegische Waldkatze

Verbreitung
Bindung zum Mensch
Größe
Gesundheit
Intelligenz
Ausdauer
Pflegeaufwand
Verträglichkeit
Wohnungseignung
Kurzinfo
Norwegische Waldkatze Entstehungsort / Zeit
Nordeuropa / vor 1800
Stammeltern
unbekannt
unbekannt
Rassetyp
Naturrasse / heute: Zuchtrasse
Felllänge / Struktur
Semi-Langhaar / dicht, seidig
Größe
mittelgroß - groß
Gewicht
5 bis 9,5 kg
3,5 bis 7 kg

Die Norwegische Waldkatze (Norsk Skogkatt) – die Katze der Wikinger

Die typvolle Norwegische Waldkatze zählt zu den halblanghaarigen Naturrassen. Bereits die alten Germanen konnten sich ihrem Bann nicht entziehen.

Ursprung

Die Norwegische Waldkatze (Norsk Skogkatt) ist eine sehr alte Rasse, die bereits zur Zeit der Wikinger durch die Wälder Skandinaviens streifte. In der altnordischen Kultur und Mythologie findet man zahlreiche Beweise für ihre Anwesenheit unter den Menschen. So wurde sie zum Beispiel auf historischen Münzen abgebildet. Es wird angenommen, dass die Wikinger die Katze als Rattenfänger auf ihren Reisen über das Meer mitnahmen. Besonders aber bei den Bauern war sie ein willkommener Gast, der Haus und Hof von lästigen Nagetieren befreite. Es sollten jedoch tausende Jahre dauern, bis sie schließlich im Jahr 1972 als eigenständige Rasse anerkannt wurde. Heute zählt sie, aufgrund ihrer Entstehung ohne gezielte Zucht, zu den Naturrassen.

Aussehen

Das raue Klima ihrer ursprünglichen Heimat ist mit Sicherheit ein Grund für ihren robusten Körperbau und ihr üppiges Fell. Auf dieser Weise dient ihr halblanger Mantel, der sich aus dichter Unterwolle, wasserabweisenden Deckhaar und langen Grannenhaar bildet, als natürlicher Witterungsschutz. Der Körper der Katze ist muskulös und wird von langen Beinen getragen. Wie bei allen Naturrassen ist ihr Kopf dreieckig geformt. Die Ohren sind oben aufgesetzt und werden von Haarpinseln geschmückt. Im Gegenteil zu ihrem Sommerfell, ist ihr Winterfell deutlich dichter, der Schwanz buschiger und die typische „Halskrause“ ausgeprägter. Neben der Maine Coon und der Ragdoll gehört sie zu den größten Rassekatzen. Eine Norwegische Waldkatze benötigt jedoch viel Zeit zum wachsen. So kann es durchaus bis zum vierten Lebensjahr dauern, eh sie ihre volle Größe erreicht.

Wesen

In ihrem Wesen vereint sich die Unabhängigkeit einer Naturrasse mit dem sanften Temperament eines Stubentigers. Sie ist eine „treue Seele“, die ihre Familie beschützt und liebt. Ihr umgängliches Naturell macht sie zu einer vorbildlichen Familienkatze. Sie versteht sich bestens mit Hunden, Katzen und Kindern, solange sie würdevoll behandelt wird. Überaus aktives Verhalten oder gar Aggressionen sucht man bei ihr vergebens.

Gesundheit

Schlechtes Wetter ist für die robuste Katze kein Grund um sich vor dem Kamin zu aalen. Die langen Jahre in freier Wildnis haben die Rasse abgehärtet. Dennoch kommt es auch bei dieser Rassekatze zu Krankheiten. Die bekanntesten Erkrankungen sind die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), Hüftdysplasie und Glykogenosen Typ IV.

Haltung

Es spricht nichts dagegen, die Norweger Katze in ländlichen Regionen als Freigänger zu halten. In dicht besiedelten und verkehrsreichen Regionen, sollte sie jedoch ausschließlich in der Wohnung gehalten werden. Zwängen Sie die Norwegische Waldkatze nicht in ein zu kleines Zimmer. Bieten sie ihr stattdessen die Möglichkeit, sich frei in einer weitläufigen Wohnung zu bewegen. Halten sie die Türen offen und besorgen Sie einen raumhohen Kratzbaum, von dem aus sie alles beobachten kann.

Pflege

Man möchte annehmen, dass sie Pflege einer Norwegischen Waldkatze aufwändig ist. Tatsächlich gehört sie aber zu den Rassen, die sich selbst am besten versorgen können. Ungeachtet dessen ist es ratsam, ihr dichtes Fell ein bis zwei Mal wöchentlich zu kämmen. So reduzieren Sie lästige Katzenhaare in Ihrem Umfeld. Garantieren Sie stets die Grundversorgung! Lassen Sie ihre Katze jährlich impfen. Sollte Ihnen anormale Änderungen im Verhalten oder Aussehen Ihres Stubentigers auffallen, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Tierarzt.

Farben und Fellzeichnungen

In der Vielfalt der Haarkleider sind keine Grenzen gesetzt. Anerkannt sind alle Farben und Zeichnungen, mit Ausnahme von Points, Cinnamon, Chocolate, Lilac und Fawn. Vorherrschend sind getigerte oder schwarze Katzen, mit weißen Pfoten – auch weiße Handschuhe genannt. Die Fellfarbe der Norweger Katzen kann sich, je nach Jahreszeit, aufhellen oder verdunkeln.