Maine Coon

Maine Coon
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Rasseportrait der Maine Coon

Verbreitung
Bindung zum Mensch
Größe
Gesundheit
Intelligenz
Ausdauer
Pflegeaufwand
Verträglichkeit
Wohnungseignung
Kurzinfo
Maine Coon Entstehungsort / Zeit
USA (evtl. Nordeuropa) / vor 1800
Stammeltern
unbekannt
unbekannt
Rassetyp
Naturrasse / heute: Zuchtrasse
Felllänge / Struktur
Semi-Langhaar / geschmeidig
Größe
mittelgroß - groß
Gewicht
5,5 bis 9,0 kg
4,0 bis 6,5 kg

Die Maine Coon – ein „Sanfter Riese“

Die Maine Coon ist die offizielle „Staatskatze“ vom US-amerikanischen Bundesstaat Maine. Da sie ohne züchterische Einflüsse entstand, gehört sie zu den halblanghaarigen Naturrassen.

Ursprung

Um den Ursprung der Maine Coon Katze ranken sich viele Legenden. Es gibt zahlreiche Theorien zur Entstehungsgeschichte der Rasse. So überlieferte sich unter anderem die märchenhafte Annahme, dass sie vom Waschbär abstammt. Daher auch der Name Coon – raccoon, was übersetzt „Waschbär“ bedeutet. Heute wissen wir jedoch, dass dies biologisch völlig unmöglich ist.

Eine weitere Annahme geht bis zur Zeit der Wikinger zurück. Das Seefahrervolk transportierte auf seinen Erkundungsfahrten nicht nur Proviant, sondern auch die heimische Norwegische Waldkatze, die das Schiff von Mäusen und Ratten befreite. Zusammen mit den Wikingern gelangte sie nach Amerika. Die Ähnlichkeit der beiden Rassen ist unbestritten. Es wäre also möglich, dass die Maine Coon ein direkter Nachfahre der Norweger Katze ist.

Der erste Beweis für die Existenz der Maine Coon ist erst im Jahr 1861 zu finden. Demnach ist es am wahrscheinlichsten, dass sie auf Handelsschiffen zusammen mit den zahlreichen Einwanderern nach Amerika gelangte. Heute gehören die Maine Coon Katzen zu den beliebtesten Rassekatzen.

Aussehen

Die Maine Coon wird oft liebevoll als „Sanfter Riese “ bezeichnet. Sie macht ihren Namen alle Ehre! Mit ihrem langgestreckten und muskulösen Körper gehört sie zu den größten und schwersten Rassekatzen. Sie hat einen eher eckigen Kopf mit breiter Schnauze und weit auseinander stehenden Augen. Am Ende ihrer großen Ohren sind manchmal kleine Luchspinsel. Ihr langer buschiger Schwanz ähnelt dem eines Waschbären. Wie bei der Norwegischen Waldkatze, ist auch ihr Fell dicht und wasserabweisend. Eine „Coonie“ ist durchschnittlich mit 3 Jahren ausgewachsen.

Wesen

Nicht nur im Aussehen wird sie dem Namen „Sanfter Riese“ gerecht. Sie ist eine äußerst soziale Katze, die Ihre Anwesenheit genießt. Egal ob mit Hunden, Artgenossen oder Kleinkindern – sie versteht sich mit jedem. Wie es sich für eine richtige Naturrasse gehört, ist sie sehr neugierig und möchte immer wissen was Sie gerade tun. Die intelligente Katze macht sich nichts aus Türklinken oder Wasserhähnen. Lassen Sie es ihr nicht langweilig werden.

Gesundheit

Leider ist die Rasse nicht von genetisch bedingten Krankheiten befreit. Maine Coon Katzen können Erbkrankheiten wie Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), Polyzystische Nierenerkrankung (PKD), Hüftdysplasie (CDH, DDH) oder Spinale Muskelatrophie (SMA) in sich tragen. Um das Risiko einer Erkrankung zu senken, sollte man die Kätzchen von einem seriösen Züchter kaufen. Eine Ahnentafel gibt Aufschluss über die Elterntiere und bestätigt zugleich deren gesunde Gene. Seriöse Züchter lassen ihre Katzen auf mögliche Erbkrankheiten testen und schließen diese im Falle eines positiven Tests aus der Zuchtlinie aus. So verhindern Sie die Weitergabe der „schlechten“ Gene.

Haltung

Coonies zählen neben der Norwegischen Waldkatze und der Ragdoll zu den größten Katzenrassen. Eine so große Katze benötigt natürlich viel Raum zum toben und entdecken, aber auch einen Platz an dem sie sich zurückziehen kann. Maine Coon Katzen lieben das Klettern und Beobachten aus großen Höhen. Einen stabilen Deckenkratzbaum mit massiven Aussichtsposten und vielen Kratzmöglichkeiten wird sie sicherlich dankend annehmen. Coonies sind in der Regel sehr gesellige Tiere. Werden sie alleine gehalten, fühlen sich oft einsam oder langweilen sich. Daher sollte man ihr immer einen Spielkameraden zur Seite stellen.

Pflege

Man könnte meinen, dass das Fell der Maine Coon viel Pflege benötigt. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Irrglauben. Denn ihr Fell besteht aus wenig Unterwolle und halblangen Deckhaar, das so gut wie nie verknotet. Nichtsdestotrotz sollte ihr Haarkleid wöchentlich gekämmt oder gebürstet werden. Viele Katzen schätzen eine regelmäßige und liebevolle Fellpflege. Außerdem lassen sich Hautveränderungen schneller erkennen.

Um die Katze vor Infektionen zu schützen, sollte sie regelmäßig geimpft werden. Bei auffälligen Wesens- oder Verhaltensänderungen, ist es ratsam, einen Arzt zu kontaktieren.

Farben und Fellzeichnungen

Die Maine Coon begeistert sowohl in verschiedenen Grundfarben (solid), als auch in zahlreichen Wildfarben (tabby). Auch Smoke (silbergrau) oder Tortie (black mit Rotanteil) sind häufig vertretene Zeichnungen.