Katzen - Schnurrende Wunderwaffen gegen Stress

Wer kennt das nicht? – Der Arbeitstag war wieder anstrengend, die Kollegen schlecht gelaunt und der Chef mäkelte an allem herum. Ist man dann endlich Zuhause angekommen, fällt das Abschalten oft nicht leicht. Zum Glück ist die "schnurrende Wunderwaffe" für uns da. Mit ihrer unbeschwerten und entschlossen Art hilft sie uns endlich auf Feierabendmodus umzuschalten.

Katzen - Schnurrende Wunderwaffen gegen Stress
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Das „Wellnessprogramm: Katze“

Die besondere Beziehung zwischen Mensch und Katze, hat - laut einer amerikanischen Studie der Universität von Buffalo – positive Auswirkungen auf das menschliche Herz-Kreislauf-System. Erstmals berichtete die Fachzeitschrift „Psychosomatic Medicine“ über den beruhigenden Einfluss der Katze auf uns Menschen. Erwähnt wird, dass Katzen besser zum Stressabbau beitragen, als der eigene Partner oder Freunde.

Oft ist schon die pure Anwesenheit einer Katze ausreichend, um unser Stresslevel zu senken. Ist das nicht genug, bieten sie uns ein Wellnessprogramm der ganz besonderen Art:

1. Das Schnurren – wirkt beruhigend und senkt den Blutdruck

Das Schnurren einer Katze ist eine Wohltat für Körper und Geist. Man vermutet, dass das Schnurren, welches übrigens eine maximale Frequenz von 25 bis 40 Hz erreicht, beruhigenden Einfluss auf den menschlichen Körper hat. Selbst unser Herz reagiert entspannt auf die rhythmischen Vibrationen. Der Blutdruck senkt sich, wir kommen zur Ruhe und können den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Katzen kommunizieren durch schnurren, und bringen damit zum Ausdruck, wie wohl sie sich in unserer Nähe fühlen. Allerdings schnurren Katzen nicht nur in Glücksmomenten. Häufig wird beobachtet, dass trächtige Katzen während der Geburt ihrer Kätzchen schnurren. Offenbar tun sie dies nicht aus Freude über ihren Nachwuchs, sondern um sich selbst zu beruhigen und ihre Schmerzen zu lindern.

2. Das Miauen – amüsiert und erheitert uns

Wenn Katzen miauen, wollen sie Aufmerksamkeit. Das ist aber nicht immer der Fall. Manche Katzen sind sehr „gesprächig“ und Unterhalten sich regelrecht mit ihrem Gegenüber, ohne eine direkte Leistung zu erwarten. Katzen sind gute Zuhörer, bei denen wir unseren Kummer von der Seele reden können. Als Dank erhalten wir nicht allzu selten ein unterstützendes Miaaaaauuuu, Meeeeoooo oder Mau!

Es gibt sogar Studien die behaupten, dass Kleinkatzen das Sprechverhalten ihrer Besitzer nachahmen. Wird viel mit dem Partner oder mit den Kindern erzählt, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Katze buchstäblich zu einer „Quasselstrippe“ wird.

3. Das Köpfchen geben – ein symbolischer Ehering

Katzen haben nicht nur ein helles Köpfchen, sie geben auch Köpfchen oder eine Kopfnuss. Als Demonstration von Sympathie und Vertrauen geben sie uns mit ihrem geneigten Kopf einen Stups, streifen an unserer Wade entlang oder schmieren ausgiebig an unseren Wangen. Ein Zeichen der Geborgenheit, mit dem sie aber auch ihr Revier markieren. Und das sind wir! Wenn sie mit ihrer Katzenwange an uns entlang fahren, geben sie über spezielle Drüsen Düfte auf uns ab und machen unmissverständlich klar, dass wir zu ihnen gehören. Köpfchen geben ist quasi ein symbolischer „Ehering“, der uns fest an sie bindet.

In Mehrkatzenhaushalten kann man dieses Verhalten auch zwischen den einzelnen Tieren beobachten. Ein deutlicher Beweis, dass sich die Tiere untereinander verstehen und mögen.

4. Der Milchtritt – ein Liebesbeweis

Auch der sogenannte „Milchtritt“ ist ein echter Liebesbeweis. Dabei handelt es sich um eine angeborene Verhaltensweise, die hauptsächlich bei Jungtieren und während des Säugens, beobachtet wird. Die kleinen Kätzchen treten mit ihren Vorderpfoten sanft gegen die Zitzen des Muttertieres (dies wird auch als „treteln“ bezeichnet). Hierdurch wird bei der Mutter die Produktion und Freigabe der Milch angeregt.

Es handelt sich also um einen lebensnotwendigen Instinkt, der oft noch lange nach der eigentlichen Säuge-Zeit  getätigt wird. Warum ausgewachsene Katzen immer noch treteln, konnte die Wissenschaft bisher nicht erklären. Ein möglicher Grund ist, dass sie sich in solchen Momenten - wie zum Beispiel beim „Bett-Bau“ -  an das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit an Mamas Bauch zurückerinnern und damit ihre Zuneigung zum Ausdruck bringen.

Ausgewachsene Katzen die treteln, sind nicht durstig oder hungrig. Sie sagen uns auf diese Weise, dass sie sich bei uns geliebt fühlen und uns als bedeutsame Gefährten anerkennen. Ein echter Liebesbeweis, den wir dankbar annehmen sollten.

5. Die Wärme und Sanftmut – beruhigt unsere Seele

Jeder sehnt sich nach Geborgenheit und Liebe. Genau das bieten uns unsere liebsten Haustiere. Mit ihrer wohligen Wärme und ihrer bescheidenen Sanftmut, zeigen sie uns Tag für Tag, wie wichtig wir für sie sind. Dabei ist nicht nur die seelische Wärme von Bedeutung, sondern auch die körperliche. Mit einer Normaltemperatur von 37,8 bis 39,2 °C, spenden sie mehr Wärme, als wir Menschen.

Zudem ist die Körpertemperatur ein zuverlässiges Frühwarnsystem für mögliche Erkrankungen der Katze. Mit Zärtlichkeiten wie Streicheln, Kuscheln oder Schmusen können wir ihre Gemütslage abprüfen. Ist alles in Ordnung und geht es der Katze gut, so können auch wir beruhigt sein und uns weiterhin von ihr wärmen lassen.

Fazit:

Katzen sind gute Zuhörer, die uns in allem was wir sagen zustimmen, niemals Wiederwort geben und uns in jeder Lebenslage zur Seite stehen. Sie sind unsere persönlichen Superhelden des Alltags.

 

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