Welche Fütterungsart passt zu mir und meiner Katze?

Wie wir alle wissen, ist ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung die Grundlage für ein langes und zufriedenes Katzenleben. Doch wie gestaltet sich eine gesunde und artgerechte Katzenernährung, welche Futtermittel entsprechen diesen Anforderungen und welche Fütterungsmethode ist die Richtige für Sie und Ihr liebstes Haustier? Hier finden Sie es heraus…

Welche Fütterungsart passt zu mir und meiner Katze?
© Haramis Kalfar - Fotolia.com

3 Fütterungsmethoden für Katzen

Vor allem in Katzenforen wird häufig über die Art und Weise der Katzenernährung hitzig diskutiert. Die Einen bevorzugen Fertigfutter, die Anderen kochen lieber selbst für Ihre Lieblinge. Einige wagen sich sogar an die biologisch artgerechte Rohfütterung heran. Welche Methode ist nun die Richtige, um die Gesundheit Ihrer Katze zu fördern? Oder anders gefragt: „Gibt es überhaupt die ideale Fütterungsmethode für Katzen?“.

➲ Fertigfutter für Katzen

Als Fertigfutter wird industriell hergestellte Tiernahrung bezeichnet, die ohne weiteres Zutun dem Liebling vorgesetzt werden kann, leicht zu beschaffen und zu lagern ist. Hierbei unterscheidet man wiederum zwischen Trocken- und Nassfutter. Hochwertiges Fertigfutter besitzt den großen Vorteil, dass alle notwendigen Nährstoffe bedarfsgerecht zusammengestellt sind. Leider sind die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Herstellern enorm und die Zusammensetzung der verwendeten Zutaten bleibt dem Endverbraucher größtenteils verborgen. Weniger geeignete Fertigfutter-Produkte erkennt man unter anderem an einem zu geringen Fleischanteil (anstrebenswert sind wenigstens 80%).

Vorteile
- einfache Lagerung / Vorratslagerung möglich
- kaum Zeit- und Zubereitungsaufwand
- bedarfsgerechte Zusammensetzung
Nachteile
- keine Kontrolle über die Zutaten
- Nährstoffverluste durch Erhitzen
- beinhaltet künstliche Konservierungsstoffe
- häufig zu niedriger Fleischanteil (Protein)
- zu geringer Wassergehalt bei Trockenfutter
 

Generell wird Fertigtiernahrung, egal ob Trocken- oder Nassfutter, während der industriellen Herstellung erhitzt und haltbar gemacht. Dadurch gehen wichtige Nährstoffe verloren, die durch künstliche Zusatzstoffe aufgewogen werden müssen. Bei der Herstellung von Trockenfutter wird den Ausgangsstoffen zusätzlich unter Druck und Dampf das Wasser entzogen. Aufgrund der daraus resultierenden hohen Energiedichte ist auch eine kleine Portion ausreichend. Da während der Herstellung zusätzlich Stärke als Kleber eingesetzt wird, steigt zudem der Kohlenhydratanteil in die Höhe. Da Kohlenhydrate nicht nur uns Menschen, sondern auch unsere Katzen dick machen, sollte Trockenfutter keinesfalls in zu großen Mengen oder gar als Alleinfuttermittel angeboten werden! Zudem sollten Katzen, die häufig Trockenfutter fressen, deutlich mehr Wasser zu sich nehmen (empfehlenswert ist in diesem Fall ein Katzenbrunnen, welcher die Katze zum Trinken animiert).

➲ Katzenfutter selber Kochen

Selbstgekochte Katzennahrung wird immer beliebter – hier haben Sie genaue Kontrolle über die Zutaten, Sie haben die Herkunft im Blick und können Ihre Katze vielseitig verwöhnen. Allerdings sind einige wichtige Regeln bei der Zubereitung als auch bei den Zutaten zu beachten. Nicht alles was für uns Menschen gesund ist, ist gleichfalls für die Katze geeignet. Zwiebel, Knoblauch, Bärlauch, Schnittlauch und Lauch sind lebensgefährlich für Katzen, da deren Bestandteile zur Zerstörung der roten Blutkörperchen führen. Auch Steinobst, grüne Paprika, rohe Kartoffeln, Bohnen und Benzoesäure (z.B. in Lachs- oder Krabbenprodukten enthalten) sind absolut tabu.

Vorteile
- genauer Zutatenüberblick
- vielseitigere Ernährung der Katze möglich
- Portionierung und Haltbarmachung möglich
Nachteile
- Kenntnisse über Nährstoffbedarf notwendig
- Nährstoffverluste durch den Kochvorgang
- größerer Zubereitungsaufwand
- Vergiftungs-/ Lebensgefahr (falsche Zutaten)
 

Damit es zu keinen Mangelerscheinungen kommt, muss die Zusammensetzung der Nährstoffe gut geplant bzw. gemischt werden. Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien sind für ein langes und gesundes Katzenleben wichtig. Bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Zutatenliste, wird Ihre Katze auch mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Die Rationierung des Futters sollte entsprechend dem Aktivitätsgrad, dem Alter und der eventuellen Lebensphase (z.B. Trächtigkeit) Ihrer Katze erfolgen.

Katzenfutter selber kochen ist also alles andere als ein Kinderspiel. Wer seine Katze mit eigenen Gourmet-Kreationen verwöhnen möchte, muss sich vorab allerlei Kenntnisse über die richtige Zusammensetzung der Nährstoffe und Zutaten aneignen.

Wichtig: Katzen sind von Natur aus Fleischfresser! Eine vegetarische Ernährung der Katze ist völlig ungeeignet, da ihr durch diese wichtige Nährstoffe vorenthalten werden. Ein selbstgekochtes Katzenfutter sollte einen Fleischanteil von wenigstens 80% aufweisen. Obst und Gemüse darf, im angemessenen Rahmen, als Beilage angeboten werden.

➲ Biologisch artgerechte Rohfütterung für Katzen – BARFen

Beim BARFen handelt es sich um eine artgerechte Ernährungsform, die das natürliche Fressverhalten imitiert. Ursprünglich für Hunde entwickelt, findet diese Art der Nahrungsaufnahme mittlerweile auch bei vielen Katzenhaltern großen Zuspruch. Die Rohfütterung ganzer Tiere, wie Küken, Ratten oder junger Kaninchen - inklusive Magen- und Darminhalt sowie Haut und Haar, enthält alle lebensnotwendigen Nährstoffe. Zugegeben, diese Form der Katzenernährung ist nicht jedermanns Sache – aber natürlicher können Sie Ihre Katze nicht ernähren.

Vorteile
- entspricht der natürlichen Katzenernährung
- Herkunft der verwendeten Zutaten bekannt
- Futtermittelunverträglichkeit tritt weniger auf
- Rohfütterung - keine Nährstoffverluste
Nachteile
- sehr gute Sachkenntnisse erforderlich
- erheblicher Zubereitungsaufwand
- Mangelerscheinungen bei falscher Anwendung
 

Wird nur Muskelfleisch ohne Magen- und Darminhalt sowie ohne Haut und Haar verfüttert, müssen die fehlenden Nährstoffe anderweitig eingebracht werden. Ähnlich der eigenhändigen Zubereitung von Katzenfutter, sind sehr gute Sachkenntnisse über die bedarfsgerechte Ernährung der Katze erforderlich. Andernfalls können bei unsachgemäßer Ausführung ausgeprägte Mangelerscheinungen auftreten. Auf gar keinem Fall dürfen Sie rohes Schweinefleisch an Ihre Katze verfüttern, da dieses das Aujeszky-Virus enthalten kann, welches im Falle einer Infizierung zum Tod Ihrer geliebten Katze führt.

Wenn Sie sich für BARFen interessieren, empfehlen wir Ihnen sich spezielle Fachliteratur anzueignen. Scheuen Sie sich nicht, professionellen Rat vom Tierarzt oder einem BARF-erfahrenen Züchter einzuholen.

Fazit:

Bei korrekter Auswahl und Zubereitung stellen alle drei Fütterungsmethoden eine wertvolle Art der Katzen Ernährung dar. Jede der drei Methoden hat ihre Vor- und Nachteile – es gibt also nicht die einzig perfekte Form der Katzenernährung. Letztendlich liegt es an Ihnen, zu entscheiden, welche Methode oder welcher Methodenmix zu Ihnen und Ihrer Katze passt.

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