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Rassekatzen – weit mehr als unauffällige Mitbewohner

Seit nun fast 10.000 Jahren genießt der Mensch ihre Gesellschaft. Die Katze als Haustier ist neben dem Hund und kleinen Nagern einer der beliebtesten Begleiter im Alltag. Anders als die doch sehr vom Menschen abhängigen Nagetiere oder Hunde, sind sie besonders selbstständige Haustiere, die bei Haltung mit Freigang im Grunde auch ohne ihr Herrchen auskommen würden. Doch auch die Katze selbst mag die Gesellschaft des Menschen. Sie sucht seine Nähe, die warme Stube und die Streicheleinheiten. Wie nur sehr wenige Haustiere scheint die Katze außerdem zu spüren, was den Menschen bedrückt. So ist sie nicht nur eine einfache Gesellschaft, sondern auch Trostspender und Freund. Die Vorlieben bei Rassekatzen sind so individuell wie ihre Halter. Während die einen sich besonders zu Langhaarrassen wie der Himalayan oder Halblanghaarrassen wie die weit bekannteren Angora- oder Norwegischen Waldkatzen angezogen fühlen, liegt das Augenmerk anderer liebevoller Tierhalter mehr auf der einfachen Haltung, wie sie es bei Kurzhaarkatzen wie der EKH (Europäisch Kurzhaar) der Fall ist. Anders als die Langhaarrassen, welche vor allem aufgrund ihres weichen, langen Fells beliebt sind, bestechen Kurzhaarkatzen häufig vor allem durch einen besonderen Körperbau, interessanten Farbgebungen und ausdrucksstarken Augen.

Die Rassekatze

Im zwanzigsten Jahrhunderts hat man die besonderen Eigenheiten vieler individueller Katzen zu schätzen gelernt. Weil eine außergewöhnliche Fellfarbe, ein schönes Muster oder eine besondere Fellstruktur das eigene Tier von anderen Katzen abhebt, begann in dieser Zeit das spezielle Züchten auf Besonderheiten. Das besonderer Aussehen einzelner Katzen eines Wurfs ist im Grunde eine reine Mutation und würde sich in der Natur nicht durchsetzen. Der Mensch aber liebte aber jeher genau diese Einzigartigkeit und fing an bestimmte Merkmale durch das Verpaaren ähnlicher Tiere zu fördern. Erste reinrassige Katzen waren beispielsweise die Point-Katzen, die verschiedenen Rexkatzen oder Sphynx. In der heutigen Zeit darf sich eine Katze dann Rassekatze betiteln, wenn sie vor allem sämtliche durch einen felinologischen Dachverband (CFA, GCCF, FIFe, TICA, WCF) festgelegten Rassestandards erfüllt. Doch allein ihr Aussehen genügt nicht. Über einen Stammbaum gilt es nachzuweisen, dass bereits viele Generationen zuvor stets nur reinrassige Katzen verpaart wurden und die Katze ein Nachkomme dieser reinrassigen Tiere ist.

Sind Rassekatzen anfälliger für Krankheiten?

Die verschiedenen Rassen entstanden ursprünglich durch Mutationen des Erbguts. In der Natur setzen sich jene Mutationen normalerweise selten durch. Denn neben dem außergewöhnlichen Aussehen, der individuellen Fellfarbe oder dem besonderen Körperbau wirken sich die Veränderungen der DNA häufig auch auf die Gesundheit der Katzen aus. Je nach Rasse können die gesundheitlichen Einschränkungen sehr stark variieren. Während man bei besonders alten Rassen gesundheitliche Probleme häufig durch Züchtung nahezu beheben konnte, hat man bei Rassekatzen besonders neuer Rassen nicht selten noch mit größeren Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Anders verhält es sich bei jenen Rassen, die sich natürlich entwickelt haben. Sie entstanden weit weniger bewusst und ohne großes Zutun der Katzenhalter. Diese Rassen sind häufig robuster und gesundheitlich weniger anfällig als reinrassige Katzen. Sie werden Naturrassen genannt, wenn gleich auch sie mit der Zeit immer mehr der Zucht unterliegen und ihre Bedeutung als natürliche Rassen mehr und mehr verlieren.

Wilde Tiere zahm halten - Hybridkatzen

Noch relativ jung, aber immer beliebter ist die Haltung und Zucht von Katzenhybriden. Diese Katzen tragen neben den Genen einer Hauskatze auch die von Wildkatzen wie beispielsweise der Bengalkatze oder der Rohrkatze in sich. Je nach dem wie viele vorige Generationen (F1, F2, etc.) einer Hybridkatze bereits gekreuzt wurden, kann sich die Haltung mitunter sehr schwierig gestalten. Eine Hybridkatze der F1-Generation, welche z.B. noch 50 Prozent „wildes Erbgut“ mit sich trägt hat einen weitaus höheren Drang nach Freiheit und Wildnis und bedarf einer weit aufwendigeren Haltung, als eine Katze der F6-Generation, die schon enorm der Hauskatze ähnelt und durchaus wie eine solche gehalten werden kann. Ganz gleich, für welche Katze man sich entscheidet, eines sollte stets im Mittelpunkt stehen: Das Wohl des Tieres! Deshalb gilt es vor der Anschaffung sorgfältig abzuwägen, ob man allen Anforderungen gerecht werden kann, die diese wunderschönen Tiere mit sich bringen. Gesundheitliche Eigenheiten, pflegebedürftiges Fell oder ein enormer Drang nach Freiraum – all diese Wünsche sollten Halter erfüllen können um den Tieren ein langes und vor allem glückliches Leben zu ermöglichen.